Frauen

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Angst vor HIV/ AIDS ist unbegründet

Als Mannbibel-Leser wirst du mehr und besseren Sex haben wir der Durchschnittsmann (siehe auch Regel 162. Sei dominant im Bett). Deswegen solltest du dich auch mit Themen der Verhütung, HIV und Geschlechtskrankheiten auseinandersetzen.

Aber nicht erst, wenn es bereits zu spät ist.

Nicht erst, wenn du zur Apotheke mit deiner Gespielin rennst, um die Pille-danach zu kaufen. Nicht erst, wenn du deprimiert zu Hause herumliegst und dich wunderst, ob dir der gestrige One Night Stand nicht nur einen Orgasmus beschert hat, sondern auch HIV.

In dieser Regel decken wir auf. Wir verwerfen einen kritischen Blick auf Zahlen und Fakten. Wir geben konkrete Empfehlungen.

Verwende Kondome

Eins Vorweg: Wir empfehlen jedem Mannbibel-Leser Kondome zu verwenden. Insbesondere wenn du deine weltweite Flag-Collection (siehe auch Reisen à la Mannbibel) erweiterst.

Crown Condome

Kondome müssen dabei nicht teuer sein, wenn du sie nicht im Supermarkt oder Kaufhaus kaufst. Ich kaufe jeweils 250 OKAMOTO Crown Kondome bei Amazon für rund 135 Euro. Bei einem Stück-Preis von 0.54 Euro kann man sich nicht mehr gross beschweren.

Wir lehnen aber die AIDS / HIV Panikmache ab

HIV ist für einen Mannbibel-Leser keine Gefahr.

Oder zumindest ist AIDS für einen Mannbibel-Leser keine grössere Gefahr, als das Risiko bei einem Flugzeugabsturz zu sterben.

Obwohl Medienkampagnen und das Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz mit solchen Videos den Eindruck erwecken, dass HIV uns alle treffen kann, das Risiko ist für einen heterosexuellen Mann völlig übertrieben dargestellt.

Was sehen wir in diesem Video der Kampagne Love-Life?

Hauptsächlich heterosexuelle Paare, welche einem gesunden Sex-Leben nachgehen. Des Weiteren sehen wir ein paar Schwule und ein paar Lesen.

Das Video gibt uns den Eindruck: HIV kann uns alle treffen. Das Video gibt uns den Eindruck, das HIV eine Volkskrankheit ist.

Dies wird auch mit der diesjährigen Plakatkampagne unterstrichen:

Grippe - ist es HIV

 

Eine Grippe ist nicht gleich HIV

Hast du Sex mit einer Frau ohne Gummi gehabt und ein paar Tage später eine Erkältung oder Fieber? Das muss HIV sein! Zumindest dies impliziert die Kampagne.

HIV muss überall unter uns sein. Ansonsten würde eine solche Kampagne, welche die ganze Bevölkerung anspricht, wohl kaum Sinn ergeben. Aber ist dem wirklich so?

Zahlen und Fakten zur HIV Epidemie

Die Zahlen des Bundesamtes für Statistik geben ein ganz anderes Bild ab. Die folgenden Tabellen bringen Licht ins Dunkle.

Verwerfen wir in einem ersten Schritt einen Blick auf die Anzahl positiver HIV-Tests in der Schweiz.

Positive HIV-Tests in der Schweiz: Anzahl Meldungen der autorisierten Meldelabo- ratorien (mit Anteil Frauen1), Anzahl der Ergänzungsmeldungen der Ärztinnen und Ärzte und Anteil der Haupt-Ansteckungswege nach Testjahr

Im Jahre 2014 gab es 519 positive HIV-Tests in der Schweiz.

Wenn man die Tabelle genau betrachtet, fällt auf das nur 154 positive HIV-Tests heterosexuelle Männer betrafen.

51.6 Prozent der positiven HIV-Test gehen auf das Konto von Schwulen und Drogen-Junkies

Des Weiteren fällt auf, das nur 126 positive HIV-Tests Frauen betrafen. Mit wem hat ein Mannbibel-Leser Sex? Mit Frauen oder Männern?

Natürlich, jeder positive HIV-Test ist einer zuviel. Einer dieser 154 könnte ja ein Mannbibel-Leser sein.

Was aber, wenn man einen noch genaueren Blick auf die Zahlen wirft?

Zum Beispiel auf die Nationalität der heterosexuellen Männer?

HIV-Diagnosen 2014: Nationalität der betroffenen Personen nach Ansteckungsweg1

 

Es fällt auf, dass beinahe ein Fünftel der positiven HIV-Tests Schwarze aus Afrika betrifft. Nur 83 der positiven HIV-Tests betreffen Schweizer (40.9%). Des Weiteren betreffen 36 der positive HIV-Tests andere Europäer (17.7%).

Der typische Mannbibel-Leser wird zu den ersteren zwei Gruppen gehören. Somit  gab es hochgerechnet noch 119 positive HIV-Tests im Jahre 2014, welche für unsere weitere Beobachtung interessant sind.

Die folgende Tabelle zeigt, bei wem sich die heterosexuellen Männer angesteckt haben.

HIV-Diagnosen 2014: Anzahl und relativer Anteil (in%) mit Nennung von folgenden Partnerkategorien: Drogen konsumierende Part- ner, Sexarbeiter/-innen sowie Partner aus HIV-Hochprävalenzländern, nach Ansteckungsweg (für Heterosexuelle weiter unterteilt nach Nationalität)1,2,3

Von den 83 positiven HIV-Tests, welche bei Schweizern festgestellt wurden, haben sich 27 bei Drogen-Junkies, Huren oder schwarzen Frauen angesteckt

Bleiben noch 56 von 519 positiven HIV-Tests, welche nicht auf Schwule, Freier oder Drögler zurückzuführen sind.

56! Die Mannbibel ist sich sicher, dass die Zahl in der Realität noch viel geringer ist.

Wie viele schwule Ehemänner würden in dieser Befragung zugeben, dass sie sich HIV beim Analsex in der Schwulensauna aufgelesen haben?

Im Jahre 2014 wohl deutlich mehr wie in vergangenen Jahren. Dies zeigt die folgende Tabelle:

 HIV-Diagnosen nach Ansteckungsweg, Geschlecht und Testjahr: Schätzung von Anzahl und Anteil am Total, Schätzung der Anzahl frischer vs. älterer Infektionen, sowie prozentuale Darstellung des Anteils frischer Infektionen

Die starke Zunahme von 9.8 Prozent an positiven HIV-Diagnosen für Homosexuelle im Vergleich zum Vorjahr lässt sich wohl kaum auf ein anderes Risikoverhalten zurückführen.

Viel mehr lässt es sich darauf zurückführen, dass es heutzutage einfacher ist, Homosexualität einzugestehen. Trotzdem wird es immer noch eine Dunkelziffer geben.

Ebenso wird es eine Dunkelziffer für Männer geben, welche nicht zugeben, dass sie sich HIV bei einer Hure oder Schwarzen eingefangen haben.

Die Zahl von 519 positiven HIV-Tests in der Schweiz ist am Ende bei 56 angelangt.

Bei 56 relevanten, positiven HIV-Tests macht sich ein Mannbibel-Leser keine Sorgen um eine HIV-Ansteckung.

Love Life Kampagne mit Lesben

Ein Mannbibel-Leser geht nicht zu Huren, spritzt sich kein Heroin und praktiziert Anal-Sex nur mit Kondom.

Kann er deswegen ganz auf Kondome verzichten?

NEIN.

Es gibt noch andere Geschlechtskrankheiten. Diese erhalten im Vergleich zu wenig Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Darunter in erster Linie Chlamydien, wie diese Tabelle zeigt:

Geschlechtskrankheit Syphils Gonorrhö Chlamydien
Total gemeldete Fälle 1059 1590 9861
Anteil Frauen 10.4% 18.8% 68.3%
Verteilung nach Ansteckungsweg:
– Anteil heterosexuell
18.4% 43.9% n/a

Die grösste Gefahr für einen heterosexuelle Mann – der typische Mannbibel-Leser – sind Chlamydien. Dabei fällt auf, das bei 68 Prozent der beinahe 10’000 Neuansteckungen Frauen betroffen sind. Mit wem hat ein Mannbibel-Leser Sex? Genau, mit Frauen.

Chlamydien können mit Antibiotika bekämpft werden und sind keine ernsthafte Erkrankung. Trotzdem sind sie ein guter Grund um einen Gummi überzuziehen.

Und was ist mit Verhütung?

Die Verwendung von Kondomen als Verhütungsmethode macht durchaus Sinn.

Bei der Pille bist du darauf angewiesen, dass deine Gespielin die Pille auch wirklich nimmt und dich nicht mit einem Baby an sich binden will.

Du wärst nicht der Erste, welcher plötzlich erfährt, dass deine Gespielin schwanger ist, obwohl sie doch die Pille nahm. Das Kind will sie dann ganz sicher nicht abtreiben.

Daher solltest du die Nachwuchsplanung sicherlich nicht in die Hand von einer Frau legen. Verwende ein Kondom solange du keine Kinder willst.

Falls es dir einmal in der Hitze des Gefechts passieren sollte, kein Kondom darüber gezogen zu haben, kannst du dich immer noch auf die Pull-Out Methode verlassen.

Ziehe deinen Schwanz einfach vor dem Samenerguss aus der Scheide

Natürlich, die Pull-Out-Methode ist bei Weitem nicht so zuverlässig wie ein Kondom. Laut Wikipedia ist die Fehlerquote aber nur bei 4 Prozent:

For couples that use coitus interruptus correctly at every act of intercourse, the failure rate is 4% per year.

Solltest du ein Kondom verwenden?

Ja, die Mannbibel empfiehlt dir dies.

Nicht weil wir eine HIV Gefahr für unsere Mannbibel-Leser sehen. Sondern weil Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien mühselig sind. Des Weiteren solltest du die Kinderplanung nie in die Hände einer Frau legen.

Ist dir trotzdem einmal der Fehler unterlaufen und du hast kein Kondom verwendet, solltest du dich an die Statistiken der Mannbibel erinnern um einen kühlen Kopf zu bewahren.

Die Pull-Out Methode zur Verhütung hat eine Fehlerquote von 4%. AIDS und HIV betrifft in erster Linie Schwule, Freier und Drogen-Junkies. Chlamydien können einfach mit Antibiotika behandelt werden.

Quellenabgabe: Sämtliche Tabellen stammen vom Bundesamt für Statistik. YouTube Video und Bildmaterial stammen von aids.ch.

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