Lebensstil

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Die Stadt ist nicht dein Wohnzimmer

Vor Kurzem hatte ich in der Neuen Zürcher Zeitung einen Artikel gelesen (Essen in Zug und Tram).

Im Groben ging es dabei darum, dass sich die Leute in der Stadt aufführen wie im eigenen Wohnzimmer.

 


„Der zeitgemässe Mensch zeichnet sich dadurch aus, dass er sich überall zu Hause fühlt und sich entsprechend aufführt. Die Folgen sind in Zug und Tram zu besichtigen und zu riechen.“
– Alain Claude Sulzer in der NZZ – 


 

Die Unterscheidung zwischen den eignen vier Wänden und der Öffentlichkeit verschwindet. Jeder hat das Gefühl, sich jederzeit so benehmen zu können wie man gerade will.

Alles ist erlaubt. Das eigenen Individuum wird über die Gesellschaft, über die geltenden Normen und ungeschriebenen Gesetze gesetzt.

Anstand und Respekt gegenüber einem Dritten sind nicht mehr vorhanden.

Dies zeigt sich immer wieder im öffentlichen Verkehr.

London Bus

Man steigt zur Mittagszeit in den Zug und freut sich auf den ersten Blick über die geringe Belegung – sogar in der zweiten Klasse.

Die Freude reicht aber nur ein paar Sekunden, bis einem der starke Geschmack von Zwiebel eines Döners in die Nase steigt.

Auch ich verspeise gerne einmal einen Döner, so ist es nicht, aber würde ich dies im Zug tun?

Nein. Sicherlich nicht.

Entweder ist die Person einfach so blöd, dass sie nicht realisiert, dass ein Döner den ganzen Zug verpestet, oder die Person ist so ignorant, dass ihr die anderen Leute im Zug völlig egal sind.

Ob die Ursache im ersten oder im zweiten liegt ist gleichgültig. Es macht die Sache nicht besser.

Der Döner ist ein Beispiel. Aber du weisst, es gibt noch unzählige andere Beispiele.

Der wichtige Geschäftsmann, welcher im Tram die neusten Deals am Telefon besprechen muss.

Der Jugendliche, welcher seinen Kollegen von seinem letzten Ausgang in voller Lautstärke erzählen muss.

Die Tussi, welche mit ihrem billigem Parfüme den ganzen Zug benebelt.

Der Musikgeniesser, welcher sich keine Kopfhörer über 50 CHFr. leisten kann und so den ganzen Zug dank seinen billig Kopfhörern beschallt (siehe auch Regel 15. Fokussiere den Augenblick).

Das verliebte Pärchen, welches die Finger nicht von sich lassen kann in der Öffentlichkeit.

So musste ich doch tatsächlich vor Kurzem einem lesbischen, 40 jährigem Paar im Zug gegenüberstehen welches in aller Öffentlichkeit rumgekntuscht hatte.

Es sei ihnen überlassen was sie hinter verschlossenen Türen anstellen, aber muss dies in aller Öffentlichkeit zur Schau gestellt werden?

Möchte ich, dass meine (noch ungezeugten) Kinder so etwas mit ansehen müssten?  Ganz sicherlich nicht.

Es zeigt sich, Anstand in der Öffentlichkeit lässt sich immer weniger finden.

In der Mannbibel argumentieren wir, dass die Ursache im mangelnden Anstand und Respekt liegt.

Anders argumentiert Alain Claude Sulzer in der NZZ. Er sieht den Drang für ein ständiges Wohlgefühl als Ursache.

 


„Ihm ist nur wohl, wenn der Gegensatz zwischen innen und aussen aufgehoben, die überschrittene Türschwelle nur noch Symbol ist. Wo er ist, ist er zu Hause und will er fernsehen, lesen, schreiben, spielen, Musik hören, telefonieren, gähnen und schlafen. Zu Hause ist, wo er isst und trinkt, dort also, wo er sich am nächsten ist.“
– Alain Claude Sulzer in der NZZ –


 

Kümmern wir uns in der Mannbibel um ein ständiges Wohlgefühl? Nein.

Du weisst, du kannst als Mann nur wachsen, wenn du dich nicht ständig wie im Mutterleib fühlst.

Du musst die Risiken suchen, du musst etwas wagen, du musst deine eigenen Grenzen nach aussen verschieben (siehe auch Regel 257. Schaue über den Tellerrand)

Wenn du das Haus verlässt, gibt es einen klaren Unterschied zwischen innen und aussen, um bei der Wortwahl von Alain Claude Sulzer zu bleiben.

Klar, ich trage auch keinen massgeschneiderten Anzug zu Hause (siehe auch Regel 96. Trage nur massgeschneiderte Anzüge).

Aber würde ich für einen Geschäftsanlass in Jeans erscheinen?

Klar, ich trage auch einmal ein T-Shirt zu Hause (siehe auch Regel 100. Kragenlose Shirts eignen sind nur zum Schlafen).

Aber würde ich in einem T-Shirt meine eignen vier Wände verlassen?

Klar, ich rasiere mich vielleicht auch nicht am Sonntag, wenn ich einen gemütlichen Tag einlege (siehe auch Regel 1. Rasiere dich wie ein Mann).

Rasierpinsel und Seifenschalle

Aber würde ich unrasiert aus dem Haus gehen?

Du kennst die Antwort zu den Fragen.

Natürlich nicht.

Es gibt einen klaren Unterschied wie du dich in deinen eigenen vier Wänden verhältst und wie du dich in der Öffentlichkeit gibst.

Die letzen Worte

Du ziehst dich anständig an bevor du dein Haus verlässt. Du machst deine Haare. Du rasierst dich.

Du benimmst dich in der Öffentlichkeit mit Anstand und Respekt. Auch wenn die Gesellschaft links und rechts von dir verlottert, du gehst deinen Weg.

Ein Weg, welcher sich durch guten Geschmack und Klasse auszeichnet.

Lass die anderen sich gegenseitig deklassieren.

Sei es mit kurze Hosen, welche von Männern in der Stadt getragen werden. Oder mit heftig riechenden Gerichten, welche im Zug verspeist werden.

Ein Mannbibel-Leser steht darüber.

Wie du bereits weisst, die Mannbibel ist das Gegenstück zu solchen Entwicklung in der Gesellschaft.

Sei es der Verlust des Anstandes in der Öffentlichkeit. Sei es die ständige Propaganda für den Feminismus und die Gleichstellung von Mann und Frau. Oder die Salamitaktik, welche angewendet wird um Schwulen die Adoption von Kindern zu ermöglichen.

Die Mannbibel stimmt diesen Entwicklungen nicht zu.

Wir sehen sie kritisch und hinterfragen sie, anstatt das immer selbige Gebet der Massenmedien und Universitäten nachzusprechen. Steht die Mannbibel für traditionelle Werte und Rollenbilder ein.

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